
Kinder ohne Obdach – “Ich will nicht auf der Straße sein!”
SPANIEN:
“Ich will nicht auf der Straße sein!”schreiben die Kinder und malen Plakate. Spanien im Sommer 2012. Gleichzeitig stehen tausende Häuser und Wohnungen leer und Spaniens konservative Regierung unter Ministerpräsident Rajoy verschärft das Demonstrationsrecht.
“Es ist übel…
…die Regierung sollte auf unserer Seite stehen und nicht auf der der Banken, denn wegen all der Häuser, die sie zwangsversteigert haben, steigt die Zahl der Obdachlosen”, fordert die 35-jährige Lorena Augusto Lopez, die ihre Raten nicht mehr zahlen kann.” (1)
“Wir verlangen, dass man den Managern und Politiker, die diese riskanten Kredite, die Spekulation und die Rettungsprogramme zugelassen haben, den Prozess macht und sie ins Gefängnis steckt“, fordert eine Demonstrantin von “Cierrabankia” (Schließt Bankia), die nicht namentlich genannt werden möchte.
80 Prozent aller Zwangsversteigerungen in Spanien werden von Bankia angestrengt. Und “Bankia” ist eine teilverstaatlichte Bank, die nun lt. Expertenaussagen 20 Milliarden benötigt und voraussichtlich durch EU-Steuergelder auf Basis des ESM gerettet wird. Europäische Steuergelder sorgen für die Banken. Wer rettet aber die Menschen vor der Obdachlosigkeit? Die jetzige Politik der konservativen Regierungschefs Merkel-Rajoy und deren spezielle “Rettungsschirme” sind nicht – zumindest nicht für DIESE – Menschen gedacht.
Vor wenigen Tagen in Madrid: 27 Opfer von Zwangsräumungen besetzen die Almudena-Kathedrale in Madrid. Die Aktion war von PAH (Plataforma de Afectados por la Hipoteca) ausgerufen worden, eine Vereinigung, die seit vielen Monaten ehrenamtlich den von Zwangsräumungen Betroffenen beisteht, indem sie Proteste organisiert, juristischen Beistand leistet und versucht, bei Gesprächen zu vermitteln. (2) Die symbolischen “Besetzer” wurden aus der Kirche entfernt, sie waren friedlich, leisteten keinen Widerstand. Doch die Kirchenrepräsentanten bestanden auf die Feststellung der Personalien und liess die Polizei anrücken.
Und das war das Ergebnis:

Spanien: Zwangsgeräumt aus ihren Häusern, aus der Kirche geworfen, schliesslich auf Knien vor der Polizei
Diese Vorgänge und Bilder sollen hier unkommentiert stehen bleiben . In den nächsten Tagen wird politropolis.de über die Situation und Zwangsräumungen in den USA und Griechenland berichten.
vielen Dank für den Beistand und die Hilfe für die Betroffenen -
an die Aktivisten von Occupy und die Indignados!
Lesen Sie auch:
Griechenland: Welcher Schirm rettet die Menschen?
und:
Exklusion – Arm und obdachlos in den USA
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Quellen – weiterführende Links:
Bild: Kinder mit Plakaten: von Indignados Ffm
Bild: Madrid pedroluna7 @ twitter.com
(1) Zitat Video und Youtube.com – Updoader: Euronews
(2) occupyalmudena via “bodenfrost”
“Mit Banken und Krediten ist das so: Die Banken verteilen Regenschirme, wenn die Sonne scheint. Sobald es regnet, nehmen sie dir den Schirm wieder weg und und setzen Dich vor die Tür.” (unbekannte Quelle)






















Wir retten in Spanien mit vielen Milliarden die Pleite-Banken, die unsere Wohnungen zwangsräumen lassen, Alles völlig logisch.
Mit dem Lissabonner Vertragswerk, welches 2009 Gesetz in der EU wurde kannn man jetzt diese Menschen auf offener Strasse erschiessen lassen. Wegen öffentlicher Ruhestörung und Protest gegen die Politik. Lange wird es nicht mehr dauern.
Wer die Banken rettet, rettet weder die Menschen, noch wird dadurch der Markt sozialer. Milliarden für Bankia sind Milliardenbelohnungen für menschenverachtende Bankster.